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dreck

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dreck
autor: robert schneider / vvb verlag
regie: andreas unglaub
darsteller: daniel kersten

zumindest großstädter kennen sie, die rosenverkäufer, die eine einzeln ver- packte rose über unseren teller halten, wenn wir gerade gemütlich im restaurant sitzen. wir fühlen uns gestört, reagieren genervt und kaufen natürlich keine rosen. dass hinter dem rosenverkäufer ein mensch sein könnte, interessiert uns nicht im geringsten.
robert schneiders blumenverkäufer ist araber, und so sehr ist der hass der inländer in ihm fleisch geworden, dass er ihn gegen sich selbst kehrt. "es stimmt", sagt er," ich bin dreckig. ich wasche meine hände, aber ich bleibe dreckig. das stimmt." sad, so heißt der mann, verkauft rosen um sein studium zu finanzieren. in einem großen monolog erzählt sad von sich und dem land, aus dem er kommt, von seinen erinnerungen, träumen und hoffnungen. voller poesie und doch immer wieder provozierend direkt beschreibt er sein leben in einer deutschen stadt, seine erfahrungen mit fremdheit und verachtung.
er macht sich demütig zum sündenbock und dichtet sich selbst die absurdesten vorurteile an. dreck ist ein stück, in dem feindlichkeit gegenüber fremden aus einer anderen perspektive betrachtet wird mit den emotional geprägten ansichten eines ausländers über das leben / sein leben in deutschland.

gerald backhaus    |    cosmetic studio: claudia angelrath    |    carola fiebig    |    thomas wolf    |    verwebtes: cathleen kempe    |    venenpraxis gotha: beate schwendler    |    zander gmbh waltershausen    |    bücherstube hannah höch: andreas zink    |    nadine s. kürsten    |    gemeinschaftspraxis für nuklearmedizin gotha: dr. antje krauße und dr. günther krauße    |    diabetes - praxis - gotha: ulrike drechsel und katrin mädler    |    architekturbüro großkopf: sebastian großkopf    |    dietmar sommerlandt