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ekhofschule 2007 - 2008

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ein projekt zur sucht- und gewaltprävention im rahmen der schuljugendarbeit – ein theaterpädagogisches projekt an der regelschule conrad ekhof in gotha

das projekt erfolgte in kooperation zwischen dem schul- und landratsamt gotha, dem arbeitskreis für sucht- und gewaltprävention im landkreis gotha, dem
art der stadt e.v. und der regelschule conrad ekhof in gotha.

zielgruppe
mit diesem projekt wurden 15 kinder und jugendliche der 7. und 8. klassen angesprochen. besonderes augenmerk galt dem aspekt, den jugendlichen eine möglichkeit zu bieten sich mit theatralischen mitteln und im rahmen eines schauspiels mit den themen drogen, gewalt und mobbing auseinander zu setzen.

ziele/schwerpunkte/methode
primäres projektziel war die auseinandersetzung mit den themen sucht, gewalt und mobbing im rahmen des faches „darstellen und gestalten“. hierbei galt es insbesondere, die eigenen erfahrungen und die probleme des schulischen alltags der jugendlichen in die meinungsäußerung mit einfließen zu lassen. es wurde den projektteilnehmern ein podium zur thematischen reflektion geboten.
das projekt strebte nach zielorientiertem miteinander, das vor allem durch gruppenarbeit realisiert werden sollte. idealer weise sollte das stück aus gesprächen und reflektionen mit den jugendlichen entstehen.

durchführung
leider war das projekt mit zeitlichen verzögerungen belastet, welche uns nicht alle punkte der projektidee verwirklichen ließ. hieraus ergaben sich grundsätzliche änderungen in methodik und herangehensweise.
lediglich ein geringer anteil der projekttage konnte dazu genutzt werden im gespräch und über zahlreiche fragen, eigene antworten aus dem erleben der kinder und jugendlichen im zusammenhang mit den projektthemen zu sammeln. hierbei wurde deutlich, dass sich zahlreiche kinder mit mobbing und gewalt konfrontiert sehen. insbesondere sozial benachteiligte und familiär konfliktbeladene schüler zeigten sich innerhalb dieser gruppe ermutigt ihre probleme zu thematisieren. es wurden zum teil alarmierende tendenzen verbaler, seelischer und körperlicher gewalt innerhalb der schule artikuliert. ebenso zeigte sich, dass opfer eher nach kommunikation suchen, als ggf. täter. alkohol und drogen waren für diese schüler eher themen untergeordneter bedeutung.
da für die geplante gemeinsame textliche erarbeitung eines szenischen stückes die zeit fehlte, bestand die notwendigkeit, aus den gewonnenen informationen von seiten der projektleitung ein textliches grundgerüst zu erstellen. die nachfolgenden termine waren von der szenischen und inszenierenden arbeit geprägt. der einfluss der jugendlichen konnte jedoch durch szenische und sprachliche korrekturen durch die schüler selbst erreicht werden. der schwerpunkt des projektes blieb auf die theaterarbeit gerichtet, welche von den schülern gern und mit vielen eigenen ideen angenommen und realisiert wurde.
die inszenierung verlangte den rollentausch der schüler bzw. das hineinversetzen in die rollen von tätern und opfern. es galt hier zu verdeutlichen, dass die grenzen zwischen der rolle des opfers und der rolle des täters durchaus fließend sein können und vielfach aus ehemaligen opfern spätere täter werden können. am ende der inszenierungsarbeit stand eine kleine szene, welche ein fenster in den schulischen alltag öffnete und eine mögliche situation fiktiv darstellte.

resümee
erfreulich war, dass die am projekt teilnehmenden kinder die spielerische situationen sehr bewusst wahrnahmen und aktiv an der umsetzung des rollenspiels mitwirkten. am 5. juni 2007 feierte das kleine stück erfolgreich premiere und wurde im rahmen eines projekttages innerhalb der schule aufgeführt. resümierend lässt sich festhalten, dass intensive auseinandersetzung mit der thematik innerhalb der inszenierungsarbeit erreicht werden konnte. nicht ohne reibungspunkte aber mit stetig wachsendem eifer und zunehmender ausdauer haben die kinder an ihrem gemeinsamen ziel gearbeiten. im umgang miteinander wurden neue erkenntnisse sichtbar, hemmungen abgebaut, soziale und kommunikative kompetenzen bestärkt. innerhalb dieses prozesses zeigten sich bei vielen der teilnehmer kompetenzen, die sie befähigen, über die reine darstellung hinaus, aktiv an der umsetzung der inszenierungsideen, an choreographie und regie mitzuwirken.
erfreulich war, dass von seiten der schüler deutlich der wunsch nach einer fortsetzung der zusammenarbeit geäußert wurde. auch von unserer seite kann an dieser stelle nur nochmals der wunsch bestärkt werden, projekte dieser art innerhalb von schulen weiterhin durchzuführen und auf eine noch breitere plattform zu stellen.

gerald backhaus    |    cosmetic studio: claudia angelrath    |    carola fiebig    |    thomas wolf    |    verwebtes: cathleen kempe    |    venenpraxis gotha: beate schwendler    |    zander gmbh waltershausen    |    bücherstube hannah höch: andreas zink    |    nadine s. kürsten    |    gemeinschaftspraxis für nuklearmedizin gotha: dr. antje krauße und dr. günther krauße    |    diabetes - praxis - gotha: ulrike drechsel und katrin mädler    |    architekturbüro großkopf: sebastian großkopf    |    dietmar sommerlandt