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ekhofschule 2009

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ein kooperationsprojekt im rahmen der schuljugendarbeit mit der regelschule conrad ekhof gotha - ein theaterpädagogisches projekt zum thema - erwachsenwerden und generationskonflikten

kooperationspartner
das auf den prozess seiner realisierung und nicht auf sein finales event orientierte gesamtprojekt wird eine kooperation zwischen dem art der stadt e.v. gotha und der regelschule conrad ekhof gotha im rahmen des wahlpflichtfaches „darstellen & gestalten“ sein.

zielgruppe
mit diesem projekt sollen ca. 15 jugendliche der 9. und 10. klassen angesprochen werden. diese stehen im mittelpunkt des projektes, der thematischer erarbeitung und der umsetzung. darüber hinaus richtet sich der blick natürlich auch nach außen, d.h. aus dieser gemeinschaft heraus in die öffentlichkeit. da das produkt dieser auseinandersetzung in einer inszenierung münden soll und da ein teil des projektes zwangsläufig im dialog zwischen jung und alt münden muss, gilt die aufmerksamkeit auch dem publikum und somit dem dialog nach außen und den zu erwartenden reflektionen und gewünschten diskussionen.

ziele/schwerpunkte/methode
primäres projektziel ist die auseinandersetzung mit den themen erwachsenwerden, älterwerden, entwicklung und veränderungen im leben der jugendlichen durch die pubertät, die verhältnisse und das verhalten zwischen jung und alt, das zusammenleben oder gar das „aneinandervorbeileben“ der generationen. hierbei gilt es insbesondere, die eigenen erfahrungen und probleme der jugendlichen in eine meinungsäußerung münden zu lassen. es gilt also, eine plattform zu bilden und einen eindringlichen thematischen meinungsaustausch anzuregen, um im ergebnis dieses prozesses eine reflektion zu ermöglichen.
der umsetzung dieses ziels dienen methodiken und mittel der theaterarbeit und theaterpädagogik. in idealer konstellation soll das stück aus gesprächen und diskussionen mit den jugendlichen entstehen und durch eine betreuung nur pädagogisch begleitet und methodisch moderiert werden. solch eine arbeitsweise eröffnet die möglichkeit vertrautheit zu entwickeln, die probleme anderer zu erfahren, über die eigenen zu sprechen, neue sichtweisen wahrzunehmen und neue perspektiven einzunehmen. freies, kreatives und selbständiges arbeiten wird hierbei angestrebt und gefördert.
die konzeption sieht positions- du perspektivwechsel vor, die durch die jugendlichen in spielerischen situationen (rollenspiel) vorgenommen werden und im ergebnis eines anschließenden bewussten wahrnehmung und einem nachdenken zu neuen, doch eigenen positionen führen können und sollen.
die intensive debatte über das schlüsselthema vom standpunkt und aus der sicht und erlebniswelt der jugendlichen heraus, soll als ausgangs- und bestandsituation die basis der theaterpädagogischen arbeit bilden. diese meinungen, perspektiven und erlebnisse müssen auch deshalb intensiv diskutiert werden. sie bilden die grundlage der inszenierung, können sich gleichzeitig innerhalb der inszenierungsarbeit verändern, entwickeln und umkehren, einen eigenen alterungsprozess durchlaufen. sie können erwachsen werden oder auch jung bleiben. es gilt ein möglichst unverfälschtes bild dieser jugendlichen auf ein gesellschaftlich höchst brisantes thema zu erkennen und zuzulassen.

durchführung
das projekt ist für das 1. schulhalbjahr 2009/10 geplant. das projekt soll ohne zeitlichen druck, kontinuierlich, d.h. im wöchentlichen turnus über jeweils 2 unterrichtstunden realisiert werden. zusätzlich sind einige „aktionstage“ insbesondere im hinblick auf eine bevorstehende premiere gewünscht.
es soll so die notwendige zeit geboten werden, sich innerhalb der gruppe vertrauen zu lernen. im gespräch soll das persönliche erleben der jugendlichen und ihre individuelle betroffenheit im zusammenhang mit den projektthemen gesammelt werden. aus der bisherigen erfahrung lässt sich sagen, dass die schüler, nach einer gewissen auftauphase viel zu erzählen haben. ihre erfahrungen, meinungen und prägungen aus alltag, medien und familie sind gesucht, um ein authentisches bild ihrer wahrnehmung entwickeln zu können. diese diskussionen, erfahrungsberichte und wortmeldungen bilden die basis für die gemeinsame textliche erarbeitung des bühnenstoffes. hierzu wird nach der entwicklung einer inhaltlichen und szenischen grundstruktur in kleineren gruppen an den einzelnen szenen gearbeitet. hier soll den jugendlichen viel raum für ihre eigene sprache und ihr kreatives potential geboten werden. die pädagogische und theaterpädagogische leitung wird hier nach bedarf dramaturgisch und auf den handlungsstrang orientiert eingreifen und lehren. nach der textlichen erarbeitung wird ebenfalls in einem gemeinschaftlichen prozess an die eigentliche inszenierung des stückes gegangen. unter maximaler beteiligung der jugendlichen wird hier ein szenischer entwurf entwickelt, der ihre ideen bündeln soll und durch die leitung sinnvoll gegliedert wird. der so entwickelte szenische und dramaturgische „rote faden“ bildet die grundlage für kostümbild, requisite und bühnenbild. in diesen bereichen werden die jugendlichen ebenso aktiv eingebunden, wie in alle theoretischen prozesse zuvor. nach fasson und fähigkeit sollen sie diese komponenten der inszenierung selbst gestalten und ebenso über technische details und musikalische untermalungen befinden. parallel zu dieser phase beginnen die proben und damit die eigentliche szenische arbeit.
mit einer premiere innerhalb der schule zum ende des halbjahres soll das projekt einen erstes etappenziel setzen. über diese premiere hinaus sind weitere auftritte in schulen und zu schultheater-treffen und –festivals erwünscht und angestrebt.
bestandteil dieser aufführungen ist ein anschließender dialog mit dem publikum, welcher die inhaltliche diskussion anregen möchte. wenn an dieser stelle ein reger diskurs angestoßen wird, können wir von einem wahrhaft gelungenen projekt sprechen.

gerald backhaus    |    cosmetic studio: claudia angelrath    |    carola fiebig    |    thomas wolf    |    verwebtes: cathleen kempe    |    venenpraxis gotha: beate schwendler    |    zander gmbh waltershausen    |    bücherstube hannah höch: andreas zink    |    nadine s. kürsten    |    gemeinschaftspraxis für nuklearmedizin gotha: dr. antje krauße und dr. günther krauße    |    diabetes - praxis - gotha: ulrike drechsel und katrin mädler    |    architekturbüro großkopf: sebastian großkopf    |    dietmar sommerlandt