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theater macht schule

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theaterprojekt „theater macht schule“
ein projekt zur einbindung und motivation von kindern mit schulischen schwierigkeiten sowie von tendenziellen schulabbrechern

das hauptziel des projektes war es, kindern zu vermitteln, dass inhalte des unterrichts in der praxis in mehrfacher hinsicht relevant sind, z.b. die erfahrung, dass sich musikalische und künstlerische kenntnisse gut in der freizeit umsetzen lassen, dass eine gute kenntnis der deutschen sprache oder fremder sprachen für den alltag unumgänglich sind. hierzu sollte der versuch unternommen werden, dass theater als vermittler zu nutzen und gleichzeitig als praxisort der konkreten anwendung. den teilnehmern sollte das bewusste verbinden individueller fähigkeiten mit spaß am selbstgeschafften nahe gebracht werden.

zielgruppe des projektes waren kinder und jugendliche im alter zwischen 10 und 14 jahren mit schulischen, sozialen und kommunikativen schwächen. der fokus richtete sich auf das frühzeitige erkennen derartigerer auffälligkeiten und der integration genau dieser kinder innerhalb dieses projektes.

wesentliches ziel war schulisch vermitteltes wissen praktisch zu fundamentieren und somit glaubhaft zu machen. die gruppendynamische und theaterpädagogische arbeitsweise sollte somit früher eingreifen und entwicklungen zu gewalt und kriminalität verhindern helfen. im ergebnis des projektes sollten in erster linie die angesprochenen jugendlichen aus einer verweigerungshaltung in eine offene und empfangsbereite position wechseln, gemeinschaftlich fortschritte erleben, wissen als anwendbar und praktisch relevant erfahren und ihre und die fortschritte der anderen letztendlich selbst fördern. die probleme, ideen und phantasien der jugendlichen sollten im gesamten projektverlauf im vordergrund stehen, pädagogisch begleitet werden und in ein theaterstück integriert werden. soziale und persönliche kompetenzen wie flexibilität, selbst- und fremdreflexion, teamfähigkeit, empathie und belastbarkeit sollen so gestärkt oder ausgebildet werden.

der tatsächliche erfolg des projektes war natürlich auf die projektteilnehmer begrenzt. die praktische bedeutung des projektes kann aber weit über unsere region hinaus gehen und grundsätzliche erkenntnisse im bereich der freien jugendhilfe vermitteln. wege der annäherung an gesellschaftliche erfordernisse und des in einer sozialen gemeinschaft auf-gleicher-höhe-verweilens könnten geebnet werden und erfolg oder misserfolg dieser bemühungen letztendlich methodisch ausgewertet werden.
grundstein aller aktivitäten bildet das kontinuierliche angebot einer wöchentlich stattfindenden theaterschule. ergänzt wird solch ein kontinuierliches angebot durch erlebnispädagogische angebote, welche von einem theaterbesuch bis zu abenteuerausflügen, lagerfeuerabenden und sonstigen erlebnissen zur gemeinschaftsbildung und zum simplen wohlbefinden der teilnehmer reichen solen und den gesamtprozess der gruppenbildung erweitern.
das projekt wurde theaterpädagogisch von der diplom-kulturwissenschaftlerin daniela rockstuhl geleitet.

in gesprächen mit dem schul- und jugendamt der stadt gotha und des landkreises gotha wurde als ort der aktivitäten, das städtische kinder- und jugendzentrum „zelle“ ins auge gefasst. dies schien uns ein optimaler projektstandort zu sein, da er das projekt in die bemühungen der kommunalen jugendhilfe einbettet. das projekt wurde so in einem beliebten schülertreff angesiedelt und somit an der basis unserer zielgruppe. zudem können die teilnehmer so auch außerhalb des eigentlichen projektzeitraums diesen sozialpädagogisch betreuten ort sozialer gemeinschaft entdecken und nutzen.
die realisierung des projektes gestaltete sich jedoch äußerst schwierig, da man die prekäre zielgruppe nur schwer oder gar nicht erreichen konnte. die erreichten schüler (4 schülerinnen) zeigten zwar soziale und somit auch schulische schwierigkeiten (u.a. auf grund von migrationshintergrund), hatten aber keine echten lernschwierigkeiten. entsprechend modifizierten wir den projektschwerpunkt und richteten den fokus auf die ausbildung sozialer und kommunikativer kompetenzen mittels theaterpädagogischer methodiken. gemeinsam wurde ein theaterstück ausgewählt, welches die problematiken der jugendlichen widerspiegelt.
das gemessen an seinen intentionen nur teilweise erfolgreiche projekt wird seit 2009 in form einer eigenen kursgruppe im mehrgenerationenhaus fortgeführt.

gerald backhaus    |    cosmetic studio: claudia angelrath    |    carola fiebig    |    thomas wolf    |    verwebtes: cathleen kempe    |    venenpraxis gotha: beate schwendler    |    zander gmbh waltershausen    |    bücherstube hannah höch: andreas zink    |    nadine s. kürsten    |    gemeinschaftspraxis für nuklearmedizin gotha: dr. antje krauße und dr. günther krauße    |    diabetes - praxis - gotha: ulrike drechsel und katrin mädler    |    architekturbüro großkopf: sebastian großkopf    |    dietmar sommerlandt