w

fsj - tagebuch von franziska

franzizurück
10.08.2010

jetzt ist meine zeit in gotha beim art der stadt wirklich fast vorbei. zeit für eine retrospektive: am anfang viel es mir etwas schwer, mich in der stadt einzuleben. doch durch die arbeit und die neuen leute, die ich kennen lernte, hatte ich genug ablenkung.
schon bald sponnen sich zarte bande der freundschaft, die sich mit der zeit verstärkten. das ist eine schöne sache, die man in so einem jahr finden kann: freunde.
natürlich habe ich auch sehr viele praktische erfahrungen gesammelt, die mich in meinem wissen und meiner persönlichkeit weitergebracht haben. ein schöner nebeneffekt des jahres ist, dass sich mein studienwunsch konkretisiert hat.
es ist wirklich erstaunlich, wie einem menschen innerhalb eines jahres ans herz wachsen können. ich werde gerne an die zeit zurückdenken und kann nur jedem empfehlen, auch ein solches jahr zu machen!




anfang

04.08.2010

mein fsj neigt sich dem ende und doch gibt es noch was spannendes zu berichten: ich war vor kurzem mit im theaterferienlager. nicht als teilnehmer, sondern als betreuer! das war eine sehr spaßige angelegenheit. als betreuer musste ich natürlich darauf achten, dass die kinder alle rechtzeitig ins bett gehen, dass sich jeder die zähne geputzt hat, dass bei einem ausflug keiner verloren geht und dass auch jeder zum frühstück erscheint. abgesehen davon war ich dafür verantwortlich, jeden tag eine schöne erwärmung zu machen. nach dem warm-up widmeten wir uns der arbeit an dem stück „ronja räubertochter“, das innerhalb von einer woche erprobt und auf die bühne gebracht wurde. für mich hieß das: regiefähigkeiten ausprobieren und kreativität bei der kostüm- und kulissenherstellung zeigen. um ein wenig abwechslung in die theaterarbeit zu bringen, gingen wir mit den kindern zur sommerrodelbahn, veranstalteten eine waldrallye und machten straßentheater.
viele von den kindern sagten zum schluss, sie fahren nächstes jahr auf jeden fall wieder mit ins ferienlager. das würde ich auch gerne von mir sagen, aber im nächsten jahr geht mein weg leider wo anders lang...




anfang

22.07.2010

heute berichte ich über die produktion, bei der ich als darsteller mitwirken durfte: leonce & lena von georg büchner.
angefangen haben wir im mai. als wir unsere termine abklärten, merkten wir schnell, dass es eine ziemlich knappe angelegenheit wird, denn die premiere sollte mitte juli sein. also hatten wir zwei möglichkeiten: entweder jede woche vier bis fünf abendproben oder drei probenwochen am stück in den ferien. wir entschieden uns für letztere variante, weil sie uns einfach effektiver erschien.
wir ahnten ja noch nicht, was auf uns zukommen würde...
bei den ersten treffen beprachen wir die charaktere, den stückinhalt und unser anliegen. dabei merkten wir, dass manche textstellen erst nach ausführlicher diskussion verständlich werden und wahrscheinlich total unverständlich bleiben, wenn man sie auf der bühne nur einmal kurz hört und sieht. deswegen verbrachten wir über eine woche damit, den text in allen (wirklich allen!) einzelheiten zu untersuchen und zu diskutieren. diese debatten kosteten uns so einige nächte, da wir uns für einen demokratischen selbstversuch entschieden. warum? um büchners system- und gesellschaftskritik am eigenen leib zu erfahren. und wie sah dieser selbstversuch aus? so: damit sich keiner übergangen fühlte, legten wir fest, dass jede entscheidung, die zur abstimmung gebracht wird, die zustimmung (oder die ablehnung) jedes einzelnen gruppenmitgliedes bedarf. das war sehr nervenaufreibend und forderte geduld, da wir irgendwann auch stimmenthaltungen abschafften. um dann doch ein bisschen schneller voran zu kommen, legten wir fest, dass für bestimmte entscheidungen eine zwei drittel mehrheit ausreicht.
wir führten noch einige weitere dinge ein und gelangten zu so mancher aufschlussreicher erkenntnis, aber wenn ich das jetzt alles aufzähle, führt das eindeutig zu weit. deswegen: zurück zum text und völlige hingabe an das produkt! zwei wochen vor der premiere waren wir mit unserem text fertig und wir fingen an, zu proben. nebenbei mussten natürlich noch solche sachen wie kostüme, bühnenbild, requisite, programmheft, plakate&flyer erdacht und erstellt werden. über abwechslung und vielseitigkeit konnten wir uns also nicht beschweren. langweilig wurde es auch deswegen nicht, weil wir uns immer wieder an unsere verlässlichkeit und demokratischen vorsätze erinnern mussten. schlussendlich haben wir es aber alle zusammen zu einer super premiere gebracht.
eine sache, die ich noch gar nicht erwähnt habe, ist die musik. oder besser gesagt: die klänge, die wir mit unserer stimme, unserem mund und dem ganzen körper erzeugen können. damit beschäftigten wir uns, weil wir anstatt aufwändiger kulisse einfach atmosphären erklingen ließen, um den ort zu etablieren. und das nicht vom band, sondern live.
jetzt mein resümée: anstrengend, aber jederzeit wieder!




anfang

20.05.2010

so, hier wird ein bericht nach dem anderen rausgefeuert. diesmal geht’s um meine bildungstage. wer nicht weiß, was das ist: jeder freiwillige hat (glaube ich) 26 bildungstage. 24 davon gehen für seminare drauf. das heißt, jeder freiwillige kann zwei tage einen workshop besuchen oder sonstige angebote wahrnehmen. ich hab mich dafür entschieden, drei tage nach hildesheim zu fahren und mir die uni anzugucken. das ganze war extra für fsj-ler organisiert, die dann aus ganz deutschland anreisten.
am ersten tag machten wir kennenlernspiele und lernten unsere „mentoren“ kennen. das waren studierende, die auch ein fsj gemacht haben und uns am nächsten tag die uni zeigen sollten und mit uns vorlesungen besuchten.




anfang

16.05.2010

diese woche war kräftig was los. nicht, weil männertag war (also jedenfalls nicht bei mir), sondern weil ich beim thüringer zirkusgruppentreffen in greußen war. ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, die sich darunter nur schwer was vorstellen kann. aber ich sollte es ja bald erfahren. also schnappte ich mir am mittwoch, 12.05., unsere kleine zirkusgruppe und wir fuhren mit der bahn in die kleine salamistadt. dort angekommen, wurden wir angewiesen, in einer grundschule unser quartier einzurichten. wobei die schule eher einem matratzenlager glich...
bei der eröffnungsveranstaltung am nächsten tag sollte ich erfahren, was ein zirkusgruppentreffen bedeutet: acht gruppen aus thüringen und eine aus mannheim treffen sich (wie überraschend) und besuchen workshops. jedes kind kann sich aussuchen, in welcher disziplin es üben will. das angebot reichte von jonglage über trapez bis trampolin und einrad fahren. vormittags musste man immer den gleichen workshop besuchen, nachmittags konnte man jeden tag einen anderen wählen. ich für meinen teil übte mich vormittags im diabolo spielen und half nachmittags beim akrobatik-workshop, also so was wie hilfestellung beim kopfstand geben und kleine pyramiden bauen.
abends gab es immer ein buntes programm. am donnerstag „open stage“ (das heißt, jeder kann irgendwas in der manege zeigen), am freitag kam ein jugendzirkus aus hannover und hat uns ihre show gezeigt und am samstag war abschlussabend mit workshop-präsentation.
völlig erschöpft und voller positiver impressionen verließen wir greußen und kehrten nach gotha zurück. insgesamt gefiel mir das treffen sehr gut.
zirkusleute sind im allgemeinen sehr offenherzig und kommunikativ, was darüber hinweg hilft, dass die dusch- und schlafbedingungen nicht optimal sind. ich kann es aber wirklich jedem empfehlen, der mal die möglichkeit dazu hat, an so einem treffen teilzunehmen!




anfang

03.05.2010

heute berichte ich über das gothardusfest, also das gothaer stadtfest. ich will euch jetzt nicht detailliert erzählen, was in den drei tagen passiert ist, sondern natürlich nur, was mein beitrag zu dem fest war.
und zwar: der verein hat den auftrag gekriegt, das stück „der eingebildete kranke“ von john baptiste molière im festumzug umzusetzen. soweit, so gut. jetzt musste nur jemand gefunden werden, der das mit den darstellern erarbeitet. und die wahl fiel auf … trommelwirbel … mich! also ging es los: erstmal mussten die schauspieler kontaktiert und zusammengetrommelt werden.
erster teil der aufgabe erfüllt.
nächster teil: die erarbeitung. als erstes beschäftigten wir uns mit dem stück, die rollen wurden verteilt und textstellen herausgesucht, auf die man sich beim spiel beziehen könnte. dann sollten die spieler in ihren figuren improvisieren, mit den requisiten umgehen (die ich vorher in mühevoller kleinstarbeit selbst anfertigte) und sich in die kostüme einleben. nebenbei probierten wir noch verschiedene schminkmöglichkeiten aus. erledigt.
dritter teil: der umzug. wir trafen uns drei stunden eher, um uns gegenseitig zu schminken und langsam in die rollen zu kommen. dann ging es los. die spieler mussten über eine stunde in ihrer rolle bleiben, ohne eine sekunde verschnaufpause. ich für meinen teil trug das schild, das erkennbar machte, wer wir sind und was wir machen. natürlich sind wir nicht alleine gelaufen. über 15 spieler des theater der stadt stärkten uns den rücken. danach waren wir alle geschafft und erfrischten uns mit einem getränk.




anfang

22.03.2010

heute mal ein bericht zu meinem projekt. (jeder fsj-ler sollte sich in seinem jahr ein eigenes projekt überlegen, dass er dann relativ eigenständig umsetzt).

ich habe es mir zur aufgabe gemacht, eine improvisationsgruppe zu leiten. oh ja. hört sich schwierig an. ist auch so.
ich hatte schon länger die idee, eine impro-gruppe zu gründen. diese gruppe gab’s allerdings schon (die mädels-gruppe am dienstag, siehe unten). war aber nicht schlimm, weil dann musste ich wenigstens keine gruppen-zusammenführungs-übungen machen… also fing ich im kleinen an, impro-übungen zu machen. damit wir nicht nur vor uns hin üben, haben wir uns das ziel gesetzt, beim tram-theater mitzuwirken. in welcher form auch immer…
wir treffen uns also jeden dienstag für 2 stunden und improvisieren. eine „übungsstunde“ könnte zum beispiel wie folgt aussehen: erst neuigkeiten austauschen, dann erwärmung (sowohl körperlich, als auch stimmlich) und dann verschiedene improvisationsformen ausprobieren. ausprobieren heißt, 2 bis 3 spieler machen eine übung (mit vorgaben von den restlichen spielern), die szene wird ausgewertet und in einer neues szene wird versucht, die kritik umzusetzen. so sieht eine typische „übungsstunde“ bei uns aus. nach den ferien wollen wir uns 4 bis 5 konkrete spielformen raussuchen, die wir dann intensiv üben und verbessern.

anfang märz hatten wir einen kleinen höhepunkt in unserer „chronik der improvisation“: am 05.03. waren wir in der schotte erfurt bei einer impro-show der gruppe „teatrapak“. den mädels hat das super gefallen. und sie haben mal gesehen, wie (und dass) improvisation als abendfüllendes programm passieren kann. nach der show durften wir sogar dabei sein, als die gruppe ihren auftritt ausgewertet hat. das war wirklich interessant. natürlich konnten wir auch fragen loswerden, die uns auf der seele brannten.
frisch inspiriert von diesem abend ging es nach gotha zu einer gemeinsamen übernachtung in einer kinder- und familieneinrichtung. nach einer kurzen und etwas unbequemen nacht starteten wir am nächsten morgen mit einem reichhaltigen frühstück in den tag. wir hatten ein hardcore-improvisationstag vor uns. in der ersten hälfte des tages haben wir hauptsächlich gruppen- und grundlagenübungen gemacht, in der zweiten hälfte widmeten wir uns intensiver der improvisation. am ende des tages waren wir alle erschöpft. aber ich habe auch gesehen, dass so ein intensiv-programm mit vorheriger inspiration wirklich was bringt.
ja, und jetzt üben wir immer weiter und werden immer besser.




anfang

08.01.2010

tja, lange nichts mehr geschrieben.
dann will ich heute von etwas erzählen, dass ich die ganze zeit verschwiegen hab: das alice-projekt.
man hat es ja bestimmt schon gelesen, dass wir am 20.12.09 premiere des stücks „alice“ hatten. dabei war meine aufgabe, vorerst zumindest, gemeinsam mit lisa die regieassistenz zu übernehmen. das hieß in erster linie, während der proben regiebuch zu führen und die erwärmung durchzuführen. das mit dem regiebuch verlief sich dann aber im laufe der zeit, weil lisa als tonfrau und ich als spieler gebraucht wurde. parallel zu den proben mussten wir kostüme und requisiten bearbeiten. wir durften also dinge anmalen, zusammenkleben, tackern, annähen und stecken – um nur einige sachen zu nennen.

zum schluss viel stress, wie das bei produktionen immer so ist. aber am ende waren wir alle sehr froh, dass wir es geschafft hatten.
eine lange zeit mit wenigen worten zusammengefasst. muss auch mal sein.
bis zum nächsten mal.




anfang

11.11.2009

heute ist fasching! juhu! aber nein, darum soll es mir heute nicht gehen. ich will von meinem ersten bildungsseminar berichten. das fand letzte woche vom 02.11. bis 07.11. statt.

zuerst einmal ist unsere unterkunft schon erwähnenswert. schloss sinnershausen in hümpfershausen. was für ein name.
die ersten zwei tage steht „kennen lernen“ auf dem programm. dazu teilen wir uns in kleinere gruppen auf (wir sind insgesamt 40 kulturschaffende) und setzen das programm in die tat um. per los wird jedem fsj-ler ein anderer fsj-ler zugeteilt, den er am dienstag künstlerisch darstellen muss und das ergebnis bei einer „vernissage“ ausstellen darf. was für ein spaß, zu mal meine künstlerische ader sich leider nicht auf das malen ausweitet. zu meiner erleichterung war ich nicht die einzige, deren bild aussah, als wäre es von einem grundschüler gemalt. man kann eben nicht alles können.

dienstag war auch in sofern ein bedeutender tag, als dass ein gruppenspiel eingeführt wurde: das mörderspiel! hierbei gibt es (wieder per los bestimmt) drei mörder, die im laufe der woche versuchen müssen, möglichst viele bürger umzubringen. dies dürfen sie aber nur, wenn sie mit ihrem opfer alleine sind, massenmorde sind nicht erlaubt. dass dieses spiel erschreckende ausmaße annehmen sollte, ahnte am dienstag morgen noch keiner. ich für meinen teil bin nicht mal mehr alleine auf toilette gegangen, aus angst, einem mörder zu begegnen. andere hingegen fertigten professionelle verdächtigungslisten an, um die anzahl der mörder möglichst schnell zu reduzieren. die liste stellte sich am ende sogar als richtig heraus, denn spätestens samstag früh wurden alle mörder entlarvt und angeklagt.

der mittwoch und der donnerstag standen ganz im zeichen des projektmanagments. dazu wurden sogar eigens workshopleiter von außerhalb eingeladen, die uns das thema näher bringen sollen. es ist nämlich so, dass jedem fsj kultur -ler ans herz gelegt wird, ein eigenverantwortliches projekt im laufe seines dienstes durchzuführen. dafür mussten natürlich erstmal ideen her. gut war, dass dabei jeder jedem geholfen hat und wir uns gegenseitig inspirieren konnten. um die projektidee gekonnt umsetzen zu können, lehrten uns die workshopleiter, was es heißt, eine projektskizze und ein pop anzufertigen. zu erklären, was das ist, würde jetzt zu weit führen und ist auch eigentlich nicht wichtig. wen’s interessiert, einfach mal googlen.
um das gelernte auch umgehend anwenden zu können, war es am freitag unsere aufgabe, am ende des tages ein kulturfest auf die beine gestellt zu haben. es wurde tatsächlich an alles gedacht. so gab es arbeitsgruppen wie öffentlichkeitsarbeit, catering, deko und finanzierung. alle standen unter organisations-stress. am ande hat sich aber gelohnt und wir konnten uns über ein gelungenes fest freuen, dass (zumindest für mich) bis in die nacht um 2 andauerte. beim schlafen gehen freute ich mich schon darauf, am nächsten tag das ganze haus aufräumen zu müssen. doch das das nicht das schlimmste an diesem tag werden sollte, war mir da noch nicht klar.

am samstag quälten sich also alle aus ihren betten und konnten gerade soviel kraft aufbringen, dass unsere herberge wieder so aussah, wie wir sie vorgefunden haben. jetzt erwartete ich nur noch ein auswertungsgespräch, möglicherweise die ein oder andere diskussion. doch unsere betreuer hatten noch was im petto: als auswertung der woche sollten wir innerhalb von 2 stunden eine zeitschrift erstellen. oh nein! ich wollte doch nur nach hause und schlafen! also krallte ich mir die am wenigsten aufwendige aufgabe und kämpfte mich durch.
alles in allem war es aber ein spaßiges seminar. die zeit, in der wir nicht unter stress standen, verbrachten wir damit, uns über unsere einsatzstellen und die dort gemachten erfahrungen auszutauschen. und wir stellten fest: wir sitzen alle in einem boot! gut zu wissen!
damit verabschiede ich mich und freue mich auf das nächste seminar!




anfang

26.10.2009

heute will ich einfach mal ein bisschen erzählen, was ich so mach, wenn grad kein großereignis ansteht und wie es meinen kursen so geht.

dienstag ist der erste kurs am gymnasium in ohrdruf. er besteht aus fünft- und sechstklässlern. nachdem sie im vorangegangenen schuljahr ein musical zum thema mobbing entwickelt und erfolgreich zur aufführung gebracht haben. aber jetzt gilt natürlich: neues schuljahr, neues stück. also sollten sich die jungs und mädels gedanken darüber machen. zu meinem erstaunen waren fast alle vorschläge fernsehserien, die die kinder nachspielen wollten. ganz hoch im kurs stand eine trickfilmserie, bei der es in jeder folge darum geht, dass tom unbedingt ein erdbeermarmeladenbrot mit honig haben will und dieses auch schließlich bekommt. na ja, wir kamen dann gemeinsam zu dem ergebnis, dass der vorschlag der lehrerin doch am besten war: das fliegende klassenzimmer. also haben die schüler über die ferien den auftrag gekriegt, sich das buch und möglicherweise auch den film zu gemüte zu führen. mal sehen, wie es damit weiter geht…

bei dem anderen kurs, zu dem ich dienstags gehe, ist die sache nicht ganz so einfach. da suchen wir schon seit mehreren wochen nach einem geeigneten stück, das die mädels auch wirklich interessiert. mittlerweile haben wir uns auf zwei beschränkt. nur konnten wir bisher mit dieser entscheidung auch nicht viel anfangen, da es zu dem einen keine bühnenfassung gibt (also es ist ein roman und wir müssten ihn umschreiben) und bei dem anderen stück hatten wir ein bisschen kommunikationsschwierigkeiten, so dass wir erst in den ferien das skript zum probelesen bekommen haben. alles nicht so einfach… also müssen wir auch hier schauen, was nach den ferien passiert.

weiter geht es am donnerstag. wieder in ohrdruf am gymnasium, diesmal 7. und 8. klasse. leider hatten wir mit dieser gruppe erst ein treffen, da der kurs nur zweiwöchig stattfindet und ständig irgendwas dazwischen kommt. einmal war sportfest, ein anderes mal ein streetball-turnier. damit die schüler trotzdem was zu tun haben, habe ich die szenen, die die schüler selber geschrieben haben, ein bisschen umgeschrieben. die neue textfassung wurde dann den schülern über die ferien zum lesen mitgegeben.

weiter am donnerstag geht’s mit dem bewegungstheater. diese gruppe will sich näher mit dem straßentheater beschäftigen, also pantomime, clownerie, stelzenlauf und solche dinge. am donnerstag vor dem avant art festival haben wir eine witzige straßenaktion gestartet: die kinder haben sich mit unserer hilfe zu jedem stück des festivals eine pantomimische szene ausgedacht. dann haben wir die mädchen schwarz/weiß geschminkt, ihnen festival-flyer in die hand gedrückt und auf die straße gelassen. daniela und ich gingen mit noch mehr flyern hinter her und warteten immer, bis die mädels alle flyer verteilt hatten. dann kamen sie wieder zu uns, daniela sagte die szene, die sie spielen sollten und sie legten los. dann gaben wir ihnen wieder flyer, wir zogen zwei straßen weiter und das ganze ging von vorne los. die aktion hat den kindern großen spaß gemacht und war außerdem sehr erfolgreich, wir haben übe 100 flyer verteilt. nach den ferien werden wir einfach weitere übungen zu dem thema pantomime, marionetten und schaufensterpuppen machen und irgendwann werden wir etwas erarbeiten, mit dem wir uns wieder auf die straße trauen können.




anfang

16.10.2009 hallo hallo!

lang ist es her (um genau zu sehr mehr als einen monat), dass ich hier was schrieb. inzwischen ist natürlich viel passiert! ich gebe euch hier eine kleine auswahl:

nach dem 11.09. ging der arbeitsalltag erstmal ganz normal weiter. das heißt: büroarbeit, in kursen assistieren, erledigungen machen. vom 25.09. bis 27.09. und vom 01.10. bis 04.10. fand dann unser amateurtheaterfesitval „avant art“ statt. lisa und ich waren für die dekoration des kulturhauses (wo das festival hauste), die versorgung der schauspieler und mitarbeiter sowie die pantomimische unterhaltung der gäste zuständig. so waren wir die ganze woche vor beginn des festivals im kulturhaus damit beschäftigt, stellwände mit plakaten und flyern zu schmücken, grüne schuhe zu verteilen und das foyer nach unseren vorstellungen herzurichten. ach ja, zwischendurch haben wir noch einen tag eingeschoben, an dem wir flyer in der ganzen stadt verteilt haben. aber eigentlich ging der stress erst so richtig los, als das festival begann. es ging frühs los mit einkaufen. die kleinste anzahl der zu versorgenden personen war 10, die größte 40. letzteres bedeutete für uns, über hundert brötchen zu schmieren. daneben boten wir noch kekse, kuchen, schokoladenpudding, tomaten und gurke an. und ganz wichtig: im abstand von 5 minuten kaffee kochen! es war also alles da, was das herz begehrt.

wenn wir dann endlich damit fertig waren, dass buffet herzurichten und darüber zu wachen, dass auch jeder zufrieden ist, mussten wir auch schon anfangen, uns zu schminken, da diese prozedur ein bis zwei stunden dauerte. als pantomime verwandelt, widmeten wir uns der frustrierenden aufgabe, gäste ins kulturhaus zu locken. bis auf eine ausnahme blieben nämlich zuschauer das ganze festival über mangelware. das sollte aber unsere stimmung nicht trüben. uns hat das ganze auch so spaß gemacht. alles in allem können wir auf ein gelungenes und gut organisiertes festival zurück blicken.

okay, so viel dazu. weitere ereignisse findet ihr in weiteren berichten!




anfang

11.09.2009

wir schreiben freitag, den 11. september 2009. an diesem denkwürdigen datum findet für uns fsj-ler ein denkwürdiges ereignis statt: unser erstes bildungsseminar. morgens halb 10 in erfurt trudeln nach und nach ca. 90 kulturell interessierte jugendliche und junge erwachsene in die räume des thüringer folklore ensembles. kaum angekommen, nahm das programm seinen lauf: zuerst war es an den fsj-koordinatoren, sich mit hilfe eines kleinen spiels vorzustellen. danach wurde der saal zu einer deutschlandkarte umfunktioniert („hier ist norden, dort unten süden, da drüben westen und dort osten.“), auf der wir uns je nach unserem herkunfts-bundesland platzieren sollten. natürlich waren 90 % echte thüringer!

nachdem das geklärt war, wich die deutschlandkarte einer thüringenkarte und wir erfuhren, wer noch in unserer einsatzstellen-stadt (und umgebung) untergebracht war.
nach diesen interaktivitäten sollten wir unseren geist ein wenig in schwung bringen. es folgten diskussionen über kultur und gedanken zu erwartungen und wünsche in bezug auf das fsj kultur. da wir nach diesen geistigen höchstleistungen völlig erschöpft waren, war es zeit für eine mittagspause. es gab pizza, spendiert von der lkj.
als unsere mägen bis zum bersten voll waren, ging es weiter im programm. wir wurden über unsere urlaubsrechte und arbeitspflichten aufgeklärt. da dies sehr viel zeit in anspruch nahm, auch dadurch, dass es häufige nachfragen gab, musste der „chancen des fsj“-teil vorzeitig abgebrochen werden.

mein fazit: alles in allem war es nicht so sinnlos, wie ich es erwartet habe. es war interessant, unsere mitstreiter (vor allem die, die auch in gotha sind) kennen zu lernen und einblick in unsere rechte zu kriegen. mal sehen, wie die nächsten seminare werden...




anfang

01.09.2009 der erste tag

hallo!

ich bin franziska. seit dem 01. september bin ich hier beim art der stadt e.v. und absolviere mein fsj kultur. ursprünglich komme ich aus suhl, bin jetzt aber nach gotha gezogen.
also, mein erster tag fing erst 10.30 uhr an, weil er bis 19.00 uhr dauern sollte. als erstes stand belehrung und vertrag unterschreiben an. dann empfing ich von daniela, meiner „mentorin“, die aufgaben, die ich in meiner ersten woche erledigen sollte. mir kam das schon recht viel vor, aber wie ich nach und nach von den mitarbeitern erfuhr, war das noch gar nichts! ich werde mich also in zukunft auf viel arbeit und wenig freizeit einstellen müssen. aber so lange das ganze spaß macht, wird es schon nicht so schlimm werden.
hoffentlich…

nach den organisatorischen ansagen und ein bisschen büroarbeit, ging es mit daniela zu meinem ersten kurs. dieser bestand aus jungen und (vor allem) mädchen der 5. und 6. klasse des ohrdrufer gymnasiums. da die gruppe gerade mitten in einer produktion steckt und wir nicht sehr viel zeit hatten, konnte ich noch nicht viel helfen.
danach ging es wieder zurück nach gotha ins mehrgenerationenhaus. dort konnte ich erleben, wie daniela mit 12 bis 14-jährigen mädchen theater machte. nach vielen spaßigen übungen musste auch in dieser gruppe ein altbekanntes problem besprochen werden: die stücksuche. nach kurzer diskussion fiel ein entschluss: ein neues stück muss her! und so hatte ich auch schon die erste zusätzliche aufgabe für den nächsten tag: „recherchiere doch mal nach einem stück für jugendliche, möglichst viele mädchen!“




anfang

gerald backhaus    |    cosmetic studio: claudia angelrath    |    carola fiebig    |    thomas wolf    |    verwebtes: cathleen kempe    |    venenpraxis gotha: beate schwendler    |    zander gmbh waltershausen    |    bücherstube hannah höch: andreas zink    |    nadine s. kürsten    |    gemeinschaftspraxis für nuklearmedizin gotha: dr. antje krauße und dr. günther krauße    |    diabetes - praxis - gotha: ulrike drechsel und katrin mädler    |    architekturbüro großkopf: sebastian großkopf    |    dietmar sommerlandt