w

bfd - tagebuch von viki

ameliezurück
01.07.2013

gestern hatte ich meinen eigenen improvisationsworkshop, obwohl man das eigentlich nicht so nenne dürfte. in gotha war gestern der erlebnistag für die ganze familie und in diesem rahmen sollte bzw. durfte ich im versicherungsmuseum mit den kindern spielen, natürlich alles bezogen auf theater und improvisation.

es hätte auch alles so schön werden können, wenn doch kinder da gewesen wären, denn ich diesen fünf stunden waren leider nur sieben kinder da, und das jeweils einzeln. folglich war nichts mit theater- und improvisationsspielen, denn alleine haben sich die kleinen nicht getraut.

ich war wirklich erleichtert, dass ich im vorfeld ein kleines theaterrätsel erstellt hatte. die fragen hatte ich anscheinend etwas schwierig gestaltet, denn es gab momente, da haben sogar die eltern gestutzt.




anfang

24.06.2013

"...dann können wir so was eben in zukunft nicht mehr machen!"

unser sommerstück in diesem jahr hatte letzten freitag premiere und ich war wirklich sehr positiv angetan. zwar waren die angesprochenen themen nicht alle etwas für mich aber bei der mehrheit war ich vollkommen einverstanden.

da die premiere ausverkauft war musste ich hinten bei regie und technik sitzen. folglich habe ich leider nicht alles mitbekommen können was auf der bühne passiert ist aber das ist auch nicht besonders schlimm, denn den text habe ich auf jeden fall gehört.
einmal habe ich zu laut gedacht und tatsächlich „ja!!!“ dazwischen gesagt, gleich kam ein blick aus gundis richtung der mit verdeutlichte, dass ich tatsächlich laut gedacht habe. peinlich berührt war ich dann den rest der vorstellung über ruhig.

es war eine unheimliche fülle an informationen, die in diesen zwei stunden auf einen zukam und man hatte keine zeit das gesagte zu verarbeiten, weil schon das nächste thema angesprochen wurde. dafür musste man nach dem stück auf jeden fall mit jemanden darüber reden und so hat man das stück nicht gleich nach der vorstellung vergessen sondern man hat sich noch stunden danach damit beschäftigt!

im großen und ganze ein stück welches sich echt lohnt angeschaut zu werden und ich es auf jeden fall weiterempfehlen werde.




anfang

17.06.2013

in dem kinderkurs: schauSPIEL haben wir das kinderbuch von leo lionni: frederik inszeniert. da aber leider nur mädchen am kurs teilnehmen, haben wir es umgeschrieben und in frederike umbenannt. letzten donnerstag war es dann soweit. nach langen und anstrengenden proben konnten die spielerinnen das stück vor eltern, großeltern, freunden und verwandten aufführen. die vorbereitungen waren mit viel nervosität gewürzt und das konnte man nicht nur den mädchen, sondern auch der regie ansehen.

kurz vor um 4 ging es dann auch schon los. während katrin und ich mit den kleinen hinter der „bühne“ standen, kamen die eltern in den raum und nahmen ihre plätze ein. dann kam von den musikern das zeichen für den anfang. was aber gleich für verwirrung sorgte war, dass kein licht kam und so warteten wir und warteten und dann plötzlich wurde es hell.

das stück verlief mit relativ wenig auffälligen komplikationen, oft wurde geflüstert, vorgesagt oder nachgefragt, ein lied wurde ausgelassen und es fühlte sich alles etwas unsicher an. sieht man jedoch von diesen kleinigkeiten ab, war es für die mädchen ein voller erfolg. nach dem tobenden applaus kamen die premierengeschenke und fotos mit den einzelnen requisiten. die mädchen strahlten über das ganze gesicht und bei den eltern funkelte der stolz in den augen.

nachdem die spielerinnen beklatscht und fotographiert wurden war es zeit einen kleinen bissen zu essen. wie es sich für eine premiere gehört haben wir ein kleines buffet vorbereitet und so kam es im anschluss zu einer kleinen premierenfeier.




anfang

28.05.2013

es ist schon eine weile vergangen und ich bin wieder im büro angekommen. vor zwei wochen war ich mal wieder in sondershausen beim seminar und würde man mich heute fragen, was ich in dieser woche gelernt habe, würde ich sehr lange überlegen müssen und selbst da wahrscheinlich keine antwort finden. ich habe wirklich nichts gelernt und diese eine woche in sondershausen hat mich überhaupt nicht weitergebracht, das einzige was ich wirklich gemacht habe ich eine menge kalorien verschlungen, denn wir wurden voll und ganz versorgt. vier mal am tag gab es etwas zu essen.

der erste abend war dermaßen langweilig, dass gundi und ich schon witze über den restlichen verlauf der woche machten. wir nahmen an mit 20 tassen und 15 armbändern nach hause zu kommen, da wir ja verschiedene kreative angebote wahrnehmen konnten und dies auch wollten. letzten endes waren es dann doch nur eine tasse und zwei armbänder die wir gemacht haben.

gott sei dank hat das wetter mitgespielt, sodass wir in den pausen die sonne genießen konnten und einmal waren wir sogar wandern. die wanderung war vor allem im wald sehr schön, weil da die knallende sonne uns nicht direkt bestrahlt hatte und der ausblick auf sondershausen war am ende atemberaubend, zumindest mir hat er sehr gefallen.

die woche war am ende doch sehr schnell vergangen. rückblickend war das wirklich positive an dieser woche: es war wie eine woche urlaub.




anfang

26.04.2013

unsere erste sendung ist geschafft und wir waren es am mittwoch im wahrsten sinne des wortes auch – geschafft!

ehrlich gesagt hatte ich am anfang noch ein sehr positives gefühl, dass wir schnell fertig werden. aber als wir nach den ersten zwei stunden, hören, schneiden, einfügen, löschen und verschieben gerade einmal die ersten zwei minuten unserer einstündigen sendung fertig hatten, war ich innerlich kurz vor der verzweiflung. aber es musste weiter gehen auch wenn unsere hoffnung, wir würden etwas früher nach hause kommen, vorerst zerstört war.
endlich fertig sind wir um fünf aus dem studio getorkelt, benommen von der schlechten luft im studio und dem ständigen blick auf den monitor. es hat zwar länger gedauert als geplant, aber wir haben unsere erste radiosendung auf die beine gestellt.

es gab momente in denen wir uns nicht gleich einig waren, doch wir fanden schnell kompromisse und letzten endes ist auch ein gutes produkt, unserer meinung nach, entstanden.

am samstag ist es dann soweit und zwischen 13:00 und 14:00 uhr wird sie ausgestrahlt.

unsere erste radiosendung.

gundi wir sind ein super team.




anfang

22.04.2013

an ein richtiges premierenloch kann ich mich nicht erinnern, auch wenn es momente gab an denen ich mich mit sehnsucht an die probezeit von um die ecke erinnert habe. aber kaum war dieser abschnitt abgeschlossen -für’s erste-, kam schon neues auf mich zu.

am mittwoch fahren gundi und ich wieder nach erfurt zur vorproduktion unserer ersten sendung. eigentlich freuen wir uns beide darauf, aber andererseits wollen wir es auch so schnell wie möglich hinter uns bringen. dazu kommt, dass es gundi total erwischt hat und sie eigentlich krank im bett liegen müsste. doch unser termin steht und am 27. april muss die sendung ausgestrahlt werden.




anfang

06.04.2013

premiere!

ich habe eine überdosis adrenalin im blut und muss mich dementsprechend ständig mit etwas beschäftigen um nicht zu nervös zu wirken bzw. zu sein. ich war schon relativ früh wach, lag mit zuckenden füßen noch lange im bett und habe mir nochmal das ein oder andere detail in den kopf gerufen. doch lange hielt ich es dann doch nicht aus, stand auf und erledigte ungewollte hausarbeit nur um nicht verrückt zu werden. viel zu früh lief ich von zuhause los, war aber dann doch erst um 2 uhr am kulturhaus. in meinem bauch herrschte pure vorfreude und ich hatte eine menge energie. die zwei stunden vorbereitung sind schnell verflogen und schon standen wir hinter unsere pappwand auf der treppe, hörten die zuschauer reinkommen und die kinder schon erste vermutungen abgeben was wohl passieren wird. ich schaute zu elli und sie lächelte mich an, was mir so einen energieschub gab, dass ich am liebsten gleich auf die bühne gesprungen wäre. nachdem alle saßen, fingen wir an unser einleitungslied auf den kasus zu spielen.

die vorstellung begann!

bei der vorletzten wanddrehung überkam mich ein trauriger gedanke, dass es ja schon bald vorbei sein wird und dem war dann keine 10 minuten später so. nach einer knappen dreiviertel stunde durften wir beklatscht werden. ich hoffe mein gefühl hat mich nicht getäuscht und die ganzen lacher und fröhlichen gesichter sind das ergebnis einer guten vorstellung. freude überflutete meinen körper und es war als hätte ich eine droge eingenommen. einfach ein atemberaubendes gefühl. als wir hinter der wand verschwunden waren, kam kurz darauf meine kleine schwester hinter die wand und lächelte mich stolz an. ich habe mich tierisch gefreut, sie in eine so phantasievolle welt mitgenommen zu haben. nach den vielen glückwünschen und umarmungen durfte ich dann wieder in die garderobe, wo ich mich auszog, mein kostüm zusammenlegte und mich auf zur premierenfeier machte.

so schnell ist es dann auch wieder vorbei, so eine vorstellung.




anfang

05.04.2013

generalprobe im kulturhaus

wie schnell die zeit doch vergangen ist. ich kann mich noch an die anfänge der proben erinnern, da habe ich oft panik bekommen und gedacht ich würde in der probephase ziemlich mit stress zu kämpfen haben. doch jetzt kommt das große aber, denn die zeit war klar anstrengend, jedoch bei weitem nicht so wie ich es mir im voraus ausgemalt habe. rückblickend war es eine sehr schöne zeit mit höhen und tiefen, rückschlägen und fortschritten. vor allem an wochenenden und an feiertagen musste ich meinen inneren schweinehund ziemlich überwinden, doch kaum im proberaum angekommen war die anfängliche trägheit verflogen und ich hatte richtig lust zu arbeiten. die proben waren dann auch relativ schnell vorbei, denn die zeit verflog im wahrsten sinne des wortes. nach gefühlten 20 min waren schon an die 2 stunden vergangen, was zu folge hatte, dass ich irgendwann jegliches zeitgefühl verlor, sodass ich auch zuhause überhaupt nicht mehr wusste wie spät es war ohne einen deutlichen blick auf die uhr geworfen zu haben und wenn ich dann auf um 6 oder um 7 geschätzt hatte war es schon halb 11.

so verflossen die tage und plötzlich war es soweit: man stand im kulturhaus und dachte an den nächsten tag, an die zuschauer und die aufregung die sich sogar jetzt bei mir langsam einschlich. ich dachte an fehler die passieren könnten und an viele peinliche situationen, doch im grunde war alles nur vorfreude.




anfang

11.03.2013

an ein wirkliches wochenende kann ich mich leider nicht erinnern, denn wir hatten sowohl samstag als auch sonntag proben. doch so negativ das jetzt klingen mag, war es trotzdem ein schönes wochenende! ich bin nämlich neben elli eine der spielerinnen beim kinderstück „um die ecke“., welches am 06. april premiere hat. einige proben haben wir schon hinter uns gebracht, dabei eine menge spaß gehabt aber auch viel geschafft. komischerweise finde ich es aufregend total albern und kindlich über die „probebühne“ zu hüpfen. hin und wieder muss ich mich krampfhaft konzentrieren um nicht selber loszulachen.

trotzdem kostet mich jede probe auch überwindung, denn so viel spielerfahrung besitze ich noch nicht. folglich traue ich mich hin und wieder nicht sachen zu machen, die ich mir kurz vorher so toll im kopf ausgemalt habe. ich würde jetzt aber trotzdem rotzfrech behaupten, dass ich mich von probe zu probe bessere.

mut zur hässlichkeit ist doch gar nicht so einfach wie man es sich vorstellt.




anfang

06.03.2013

der geheime garten wurde am 01. märz wieder einmal aufgeführt. und obwohl mich anfangs die panik packte und ich befürchtete, dass es langweilig werden würde (asche auf mein haupt), da ich das stück ja schon gefühlte 50-mal gesehen habe, muss ich zugeben war es eine tolle aufführung. die plätze waren aus meinem blickwinkel restlos ausverkauft.

als die fahrt durch den garten am ende vorbei war, die menge zu klatschen begann sah ich das verzauberte lächeln meiner schwester. nach der vorstellung fragte ich sie, wie es ihr gefallen hatte. sie nickte und fragte mich: „kann ich das auf video haben?“ ich war wirklich gerührt, habe mich unendlich gefreut und war stolz auf die spieler.

mission kinder verzaubern geglückt!




anfang

18.02.2013

tolle neuigkeiten – gundi und ich werden bald beim radio funkwerk auf sendung gehen. unsere eigene radiosendung (über, mit, in und aus gotha) – ich kann es kaum glauben.

mittwoch, 06.02.13: 14:35 uhr geht unser zug von gotha nach erfurt. wir kaufen unsere tickets am automaten, gehen zum gleis und steigen in den zug, erzählen uns unsere vorstellungen von dem bevorstehenden gespräch und man merkt, dass wir im grunde gar keinen plan haben. so spontan wie wir zugesagt haben, so schnell ging es auch ans eingemachte. wir wissen überhaupt nicht was wir erwarten sollen, geschweige denn was von uns erwartet wird.

wir betreten das helle büro und können sofort über ein großes dachfenster auf erfurt runterschauen. ich merke, dass gundi und ich etwas angespannt sind, doch alles verläuft entspannter als gedacht und nach einer stunde stolzieren wir lachend aus dem gebäude.

eine woche später ist unser erstes seminar – technische schulung mit anschließendem sprachtraining. für mich persönlich ein voller erfolg und am liebsten hätte ich gleich mit der arbeit an unserer sendung angefangen. diesen mittwoch ist unsere zweite schulung und dann kann es losgehen.




anfang

12.02.2013

fundus aufräumen! anfangs ist meine laune im keller. der fundus ist kalt und was das ganze noch amüsanter macht ist, dass man beim verlassen des gebäudes froh ist wieder wärme zu spüren, obwohl draußen schnee liegt und temperaturen unter null herrschen. während wir also kostüme und requisiten von einem ort zum anderen bringen, sortieren und einordnen wird es doch noch spannend. was man hier nicht alles findet, gefühlte antiquitäten mit unglaublichem wert, mit etwas ironie betrachtet. meine finger spüre ich gegen ende fast nicht mehr, doch ich bin auch stolz, denn man kann unser geschafftes werk betrachten. ich hoffe nur, dass es ordentlich bleibt.

außerdem stand heute ein ausflug mit unseren theaterkursen nach weimar auf dem plan. ich hatte eher ein komisches gefühl, dass es langweilig und uninteressant werden könnte. doch ich werde eines besseren belehrt.

wir treffen uns viertel sechs am gothaer bahnhof. die fahrt ist relativ schnell vergangen und dann stehen wir auch schon in den räumlichkeiten des stellwerks. wir wollen uns eine improvisations-show anschauen. die wartezeit, muss ich ehrlich sagen, zog sich gefühlte ewigkeiten. punkt 20:00 uhr geht es los. wir werden kurz eingewiesen und schon wird das erste spiel gespielt:

drei schauspieler gehen vor die tür und einer bleibt auf der bühne. das publikum bestimmt einen beruf (hausmeister), einen ort (u-boot) und einen gegenstand (kette). dies muss der dagebliebene spieler dem ersten, der rein geholt wird, pantomimisch zeigen. so geht es bis alle durch sind und am ende wird der letzte gefragt, was denn nun dargestellt wurde.

unsere lösungen:

der hausmeister -> ein schatzsucher
das u-boot -> auf dem mond

einzig und allein die kette wurde richtig erraten.

das ganze programm war ein heidenspaß, vor allem für uns zuschauer auch wenn das etwas geschulte auge vielleicht ein wenig kritik äußern würde, aber ich überspringe dieses thema einfach! nach eineinhalb stunden war alles vorbei und gut gelaunt gingen wir zu unserem zug, der uns wieder nach gotha bringen sollte.




anfang

04.02.2013

seminar!

wie jeder bundesfreiwilliger haben auch gundi und ich 25 bildungstage. die ersten fünf verbrachten wir im bildungszentrum sondershausen. das thema: „politische bildung“ hörte sich nicht gerade vielversprechend an, aber ich muss gestehen im grunde war es doch sehr geil! vor allem die lokation hat mich gewissermaßen umgehauen, denn neben einem eigenen kino gab es eine menge bastel- und spielmöglichkeiten - von kicker über darts bis batiken und tassen bemalen – all inklusiv. neben dem unterricht haben wir auch einmal einen ausflug unternommen, ins konzentrationslager mittelbau dora. wir wurden auf zwei kleinbusse verteilt, die von gruppenmitgliedern gefahren wurden und nach ca. einer stunde standen wir im sehr modern aussehenden informationszentrum des lagers:

der wind wehte wie verrückt. logisch an solchen orten ist immer schlechtes wetter. wir werden von einem jungen studenten geführt. oftmals müssen wir uns gebäude vorstellen, weil sie nicht erhalten sind und im grunde sieht man nur einen leeren platz zwischen unmengen von bäumen. der appellplatz! obwohl ich relativ dick angezogen bin, frieren mir die zehen weg; die gefangenen damals standen hier mit dünnen stofffetzen bekleidet. grausam! doch das schlimmste sollte mir noch bevorstehen – der gang untertage. allein bei dem gedanken kommt mir die gänsehaut. gundi gibt mir die hand und ich bin froh, dass sie da ist. der tunnel ist schwach beleuchtet und scheint unendlich lang zu sein. wir sehen reste der raketen, eine menge schrott und kommen an den schlafkammern vorbei. es herrscht eine kühle atmosphäre und ein miefiger geruch - ich glaube fast den gestank wahrzunehmen der noch von den menschen geblieben ist.

bald erreichen wir wieder den ausgang.




anfang

28.01.2013

schreibblockade! mist ...




anfang

23.01.2013

schülerpublikum ist immer besonders schwer für die schauspieler, obwohl man vor allem bei ihnen mit viel bewunderung und faszination rechnet. folglich ist es dann aber das erwachsene publikum, welches sich „verzaubern“ und mitreißen lässt. wahrscheinlich ist es einfach „out“ in der jugend. die spieler geben so viel kraft in ihre figuren und ihr schauspiel und haben zusätzlich noch mit dummen kommentaren, albernem gelächter, zwischendurch aufleuchtenden und sogar klingelnden handys zu tun. „soll ich mein handy ganz ausmachen?“, hatte ein junge gefragt. und nun steht man da und weiß nicht was man antworten soll, denn im grunde weiß man selber, dass es selbstverständlich ist – doch anscheinend nicht für alle. immer wieder kommt in mir der gedanke auf die störenfriede anzusprechen und sie zu fragen was genau sie gerade so belachen? das wort: „tot“

die vorletzte szene – schattenspiel. daniela gib mir ein zeichen sodass ich die musik für die letzte szene einspielen kann, plötzlich ist alles leise, gespannt. zum ersten mal in diesen eineinhalb stunden höre ich nur die musik des stücks. ich fahre den fader langsam runter, sodass die musik ausklingt und noch raum und zeit für die eigene fantasie zulässt. dann ist alles schwarz und still. ein paar vereinzelte schüler fangen an zu klatschen, doch von fast einhundert personen sind es höchstens zwanzig die es für nötig halten zu applaudieren. wenn ich mich so im publikum umschaue haben über die hälfte schon ihre handys in der hand, der rest sitzt einfach da oder quatscht. ute kommt auf die bühne und verkündet die freudige nachricht des tages: luis wird 18 jahre alt! sie übergibt ihm eine kleine aufmerksamkeit und animiert alle ein lied zu singen.

happy birthday luis!




anfang

19.01.2013

das kulturhaus ist schon ein magisches haus. hier werden geschichten gemacht. es ist so einfach sich auf einen der sitze zu setzten, auf die bühne zu schauen und zu träumen. das theater, eine möglichkeit einmal in eine andere welt einzutauchen, die doch so real wirkt, da man echte menschen vor einen sieht und keine projektion auf einer leinwand! und obwohl ich das stück – der geheime garten – schon gefühlte einhundertmal gesehen habe und es im grunde schon langweilig und öde sein sollte, ist jede aufführung anders und auf ihre art besonders.




anfang

18.01.2013

es war wieder so weit, die nächste aufführung des geheimen gartens stand bevor. nach einem sättigenden mittagessen ging es also los mit requisiten tragen – runter, hoch, runter, hoch! wie heißt es doch so schön: „jeder gang macht schlank!“ und dabei mussten gundula und ich nur die leichteren sachen tragen: bretter, koffer, kostüme ect. die männer dagegen hatten die ehre die schränke zu transportieren. als nach gefühlten stunden endlich alles im fahrstuhl des kulturhauses verladen war kam der nächste teil des aufbaus – vorhänge aufhängen, denn wie es so üblich ist sollte der backstage dem zuschauer verborgen bleiben.

nach 5 stunden war die bühne fertig eingerichtet, jetzt fehlten noch ton und licht. ich schaltete den musiklaptop an, öffnete die benötigte datei und ließ das rotkelchen einmal zwitschern. so konnte ich nachvollziehen ob die boxen richtig angeschlossen sind und das signal auch an die richtige box weitergeleitet wird, denn der kecke vogel zwitschert mal rechts, dann mal links und fliegt in den garten.

20:00 beginnt das spiel.

wenn man als regieassistent jede probe mitbekommen hat und dabei immer genau weiß, was an bestimmten stellen passieren soll bemerkt man kleinigkeiten, die ein einfacher zuschauer überhaupt nicht für wahr nimmt. oft ärgert man sich über gesetzte details die dann unglücklicher weise nicht funktionieren, aber wenn man im anschluss die positiven rückmeldungen bekommt sind diese wieder vergessen! es ist immer besonders angenehm angesprochen und gelobt zu werden!




anfang

14.01.2013

ich stieg die steile treppe hinauf ins büro des art der stadt e.v. öffnete die glastür, trat herein. hoffnungsvoll schaute ich mich um. ein fsj-ler war nicht zu sehen. nach einem kurzen; ich würde es fast small talk nennen, stellte ich die frage, die mir schon gefühlte stunden auf der zunge brannte und bekam die sehr positive antwort.

so oder so ungefähr hat mein bufdi-dasein begonnen. am 15. oktober 2012 trat ich vorbildlich zur arbeit an und ohne große vorreden ging es auch gleich los. es war mitte oktober und die proben für das weihnachtsstück waren im vollen gange. montag, freitag und an dem ein oder anderen wochenende versammelten sich die spielwütigen und arbeiteten an ihren rollen. doch so trocken wie es sich anhört war es bei weitem nicht, denn schweiß und die ein oder andere träne sorgten für genügend feuchtigkeit.

leonardo da vinci hat mal gesagt: „wo viel gefühl ist, ist auch viel leid!“ und dieser satz passt super zu unseren proben, denn die spieler; wobei nicht nur die spieler, selbst ich als regieassistent hatte mit einer breiten palette an gefühlen zu tun. irgendwann, an den genauen tag kann ich mich nicht mehr erinnern, bekam ich die freudige nachricht, dass man mir die wichtige aufgabe des musikeinspielens anvertraute. das programm hatte ich im grunde relativ schnell begriffen. jetzt war ich nicht nur mit gundula der regieassistent , sondern durfte auch noch djane bei den aufführungen sein.

am 8. dezember war der große tag gekommen. ich hatte eine überdosis adrenalin im blut, konnte kaum ruhig sitzen und musste mir fast sekündlich den schweiß von der stirn wischen. glücklicher weise hatte ich mich beim anblick der ersten gäste wieder beruhigt und konnte mich auf meine aufgabe als musikeinspieler konzentrieren. mit der maus drückte ich auf das play-symbol: der zug kam an… das stück begann. nach einundeinhalb stunden war das stück vorbei, die monate lange arbeit präsentiert, bejubelt und beklatscht. es ist schon sehr bizarr wie schnell es dann vorbei ist und man wieder jedes kabel aus der steckdose zieht, jede requisite ordentlich verpackt und die bühne leer räumt.




anfang

gerald backhaus    |    cosmetic studio: claudia angelrath    |    carola fiebig    |    thomas wolf    |    verwebtes: cathleen kempe    |    venenpraxis gotha: beate schwendler    |    zander gmbh waltershausen    |    bücherstube hannah höch: andreas zink    |    nadine s. kürsten    |    gemeinschaftspraxis für nuklearmedizin gotha: dr. antje krauße und dr. günther krauße    |    diabetes - praxis - gotha: ulrike drechsel und katrin mädler    |    architekturbüro großkopf: sebastian großkopf    |    dietmar sommerlandt