2. Auflage der Westthüringer festspiele

fr, 17. Juni 2022 | 19:30 uhr im Fundament !abgesagt!

Love Letters
VON A. R. GURNEY
DEUTSCH VON INGE GREIFFENHAGEN UND DANIEL KARASEK
REGIE:RONALD MERNITZ
ES LESEN: DIANA FLOETENMEYER UND PETER WAGNER

eine szenische Lesung über eine lebenslange Freundschaft und eine Hommage an die Kunst des Briefeschreibens

Einen Mann, genannt Andrew Makekepeace Ladd III, eine Frau namens Melissa Gardner und Briefe aus fast 50 Jahren, mehr braucht es nicht, um diese Geschichte zu erzählen, die vom Scheitern einer großen Liebe handelt. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte zweier Menschen, die 1937 harmlos mit einer Einladung zum Kindergeburtstag beginnt und mit einem Briefwechsel ein halbes Jahrhundert später endet.

Von Kindesbeinen an schreiben sie sich: zuerst die berühmten kleinen Zettelchen in der Schule und beiläufige Notizen aus ihrem Alltag, später flüchtige Postkarten, aber auch lange Briefe, in denen sie ihre Gedanken, Gefühle und Visionen austauschen.

Andrew, aus bürgerlichen Verhältnissen, macht Karriere als erfolgreicher Jurist und aufsteigender Politiker. Und Melissa, die wohlhabende wahrheitsliebende Künstlerin, versucht, ihren Traum vom Leben zu verwirklichen.

In diesen Briefen vertrauen sie sich alles an, mal traurig und nachdenklich, mal wütend oder sehnsuchtsvoll berichten sie über sich. Und obwohl Melissa das Briefe schreiben hasst, teilen sie so ihr gesamtes Leben miteinander. Im wirklichen Leben finden sie jedoch nicht wahrhaftig zueinander, kommen aber auch nie wirklich voneinander los. Und am Ende bleiben nur Sehnsüchte, Fragen und jede Menge Briefe, die vom Scheitern einer großen Liebe erzählen.

Mit seinem Theaterstück „Love Letters“ gelang dem amerikanischen Autor Albert R. Gurney der internationale Durchbruch als Theaterschriftsteller. 1990 wurde sein ungewöhnlicher Briefwechsel für den Pulitzer Preis nominiert, das „Time Magazine“ wählte „Love Letters“ unter die fünf besten Theaterstücke der 1980er Jahre und auch auf deutschsprachigen Bühnen ist das Stück ein zu Recht gespielter Klassiker.

LOVE LETTERS ist eine wunderbare szenische Lesung, die gerade in der Corona Pandemie ihre volle Berechtigung findet: mit viel Abstand zum Publikum und Abstand zwischen den Darstellern.  Aber nichtsdestotrotz ist LOVE LETTERS eine der schönsten Theaterstücke über die Liebe und ein berührender Briefwechsel zwischen Mann und Frau.

Sa, 18. Juni 2022 | 19:30 uhr im Fundament

Fast food fast fashion fast satt
Originaltitel: Buy little buy less buy nothing at all
von Claire Dowie | ab 12
Regie: Christian Mark | es spielt: Kimmy Fröbel

„Klar ist es Schrott, wir wissen, dass es Schrott ist. Aber es ist billiger Schrott. Ein Tanga für 50 Cent? Burner. Ich nehm zwei Dutzend, ein Schnäppchen.“ So und so ähnlich war die Einkaufsmentalität der Erzählerin bis sie eines Tages eine Panikattacke im Primark in London erwischt. Ausgelöst durch dieses Ereignis ist sie nicht mehr in der Lage ein Geschäft zu betreten. Dafür soll es einen Namen geben. Shopophobie. Eine gefährliche Krankheit, die zum Hungertod führen kann. Weil man nichts mehr kauft. Oder führt sie vielleicht zum Umdenken? Oder sogar zu Glück und Freiheit?
Das Monolog-Stück „Fast food fast fashion fast satt“ thematisiert auf humorvolle Weise unsere Konsum- und Wegwerfgesellschaft aus Sicht einer jungen Frau. Ohne mahnenden Zeigefinger, aber dafür mit gehörigem Tempo und großer Spiellust stellt die Inszenierung in Frage, was wir eigentlich wirklich brauchen um glücklich zu sein.

Sa, 25. Juni 2022 | 19:30 uhr im Tam

bin nebenan. Monologe für Zuhause

Was ist mehr renovierungsbedürftig: Ihre Wohnung oder Ihre Beziehung? Ingrid Lausund öffnet die Tür zu zwölf Wohnungen und gibt den Blick frei auf Gemütlichkeitsattrappen in Carrara-Marmor-Optik, monströse Plüschsofas und brüchige Fundamente im Schatten von Designermöbeln. In der Inszenierung vom freien Theaterkollektiv „Stück für Stück“ des art der stadt e.V. werden 3 Monologe auf die Bühne gebracht.

fr, 02. September 2022 | 19:30 uhr im 3k

Der Gott des Gemetzels
von Yasmina Reza | ab 12 Jahren
Regie: Beate Göbel | es spielen: Sabine Zänker, Diana Schiffer, Friedhelm Wüstefeld, Bernhard Mahr

Ein Elfjähriger schlägt einem anderen Jungen mit einem Stock ins Gesicht, der daraufhin zwei Zähne verliert. Die Eltern, zwei Ehepaare, treffen sich, um über den Vorfall zu reden und um die Folgen zu klären. Doch was in aufgeräumter Stimmung und gesitteter Konversation beginnt, verläuft schon bald ganz anders als geplant. Plötzlich und unerwartet verlieren die Erwachsenen die Kontrolle über sich. Was passiert, wenn man einfach ehrlich ausspricht, was man denkt? Das wäre alles sehr deprimierend, wenn es nicht so lustig wäre.

Sa, 03. September 2022 | 19:30 uhr im 3k

„Jetzt käme der Kuss“

oft denkt man,
theater sei nichts als falsches spiel
doch manchmal stellt sich heraus,
dass das leben das falsche spiel ist
man hat aufgegeben und versucht es allen recht zu machen
doch die schauspieler zeigen anderen aus der distanz,
was das leben ist
sie schlüpfen in die rolle der verschiedensten menschen
und sie geben dir ein warmes gefühl
sie sagen:
dein leben liegt in deiner hand“
(emura)