Die Ausstellung wird vom 04.07. bis zum 14.07.22 im fundament, der Spielstätte des art der stadt e.V. im Kulturhaus Gotha, Ekhofplatz 3 präsentiert.

Die AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG findet am 04.07.2022 von 10 bis 14 Uhr statt.

Im Zentrum der Eröffnungsveranstaltung steht eine Einführung in die Ausstellungsthematik. Gäste sind Manuela Rummel, wissenschaftliche Referentin und Leiterin der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau und ein Zeitzeuge/eine Zeitzeugin. Im Rahmen eines Einführungsvortrages wird den Besucher*innen der Wanderausstellung das System der DDR-Jugendhilfe mit seinen verschiedenen Einrichtungen und die Geschichte des Geschlossenen Jugendwerkhofes Torgau näher erläutert. Eine anschließende Begleitung durch die Wanderausstellung gibt die Möglichkeit zur Vertiefung und wird mit einem Zeitzeugengespräch abgeschlossen.

07.07.2022 | 10:00Uhr bis 12:00Uhr

Selbständige Führung durch die Wanderausstellung und anschließender Gesprächskreis mit Bärbel Benkert und Annette Beese zum Thema „DDR-Erbe in der Seele“ mit Schwerpunkt „Wochenkrippe“.

11.07.2022 | 10:00Uhr bis 12:00Uhr

Selbständige Führung durch die Wanderausstellung und anschließender Gesprächskreis mit Bärbel Benkert und Annette Beese zum Thema „DDR-Erbe in der Seele“ mit Schwerpunkt „Wochenkrippe“.

12.07.2022 | 18:00Uhr

Lesung mit Grit Poppe:
„Die Weggesperrten. Umerziehung in der DDR – Schicksale von Kindern und Jugendlichen“
Unerzogen, aufsässig, unverbesserlich – wer sich in der DDR nicht zur staatskonformen Persönlichkeit formen lassen wollte, erhielt solche Attribute und wurde oft in Umerziehungsheimen, Spezialkinderheimen, Jugendwerkhöfen weggesperrt. Denn Angepasstheit und das Funktionieren im Kollektiv galten der SED als unverzichtbar für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft. In das Leben renitenter Kinder und Jugendlicher wurde massiv eingegriffen, ihre Menschenrechte trat man mit Füßen. Viele von ihnen sind bis heute traumatisiert von den psychischen und physischen Misshandlungen. Grit und Niklas Poppe erklären anhand berührender Schicksale dieses wenig beachtete brachiale Umerziehungssystem und betrachten auch den Umgang mit „Schwererziehbaren“ zur NS-Zeit, das Schicksal der „Verdingkinder“ in der Schweiz sowie fragwürdige Methoden in der Bundesrepublik und in Heimen der Gegenwart.
(Eintritt auf Spendenbasis)

13.07.2022 | 10:00Uhr bis 12:00Uhr

Selbständige Führung durch die Wanderausstellung mit anschließender Lesung von Grit Poppe aus ihrem Jugendroman „Weggesperrt“ (ab 14 Jahren).

Die 14-jährige Anja eckt in der Schule zwar immer mal wieder an, ernsthafte Probleme hat sie aber bisher nicht. Als ihre Mutter einen Ausreiseantrag stellt und öffentlich protestiert, ändert sich Anjas Leben schlagartig. Sie wird in einen Jugendwerkhof, eine Einrichtung der Jugendhilfe, gebracht, ohne dass sie den Grund erfährt oder weiß, was mit ihrer Mutter ist. Anja ist geschockt von den Zuständen im Heim, der Willkür der Erzieher, der Gewalt und dem Drill. Sie will nur eines: fliehen.
Tatsächlich gelingt ihr die Flucht, eine Zeit lang kann sie bei Verwandten untertauchen. Doch dann wird sie von der Polizei ertappt und zurückgebracht. Es geht von vorne los: Arbeit, Strafen, Drill und Sport. Und es kommt noch schlimmer: Als Anja eines Tages ausrastet, bringt man sie nach Torgau, in den Geschlossenen Jugendwerkhof. Dort ist es wie im Gefängnis: Stahltore, Gitter, Stacheldraht und Hunde. Willkür, Demütigungen und Gewalt steigen ins Unermessliche. Kann Anja dieser Hölle entkommen? Indessen beginnt „draußen“ der Herbst ’89 …

14.07.2022 | 10:00Uhr bis 14:00Uhr

Abschluss und Führung durch die Wanderausstellung mit Frau Juliane Weiß, pädagogische Mitarbeiterin des Geschlossenen Jugendwerkhofes Torgau mit anschließendem Zeitzeugengespräch.
Im Rahmen eines Einführungsvortrages wird den Besucher*innen der Wanderausstellung das System der DDR-Jugendhilfe mit seinen verschiedenen Einrichtungen und v.a. die Geschichte des Geschlossenen Jugendwerkhofes Torgau näher erläutert. Eine anschließende Begleitung durch die Wanderausstellung gibt die Möglichkeit zur Vertiefung und wird mit einem Zeitzeugengespräch abgeschlossen.

Eine Anmeldung für die Veranstaltungen ist dringend erforderlich, da die Plätze begrenzt sind!
Der Besuch der Ausstellung inkl. Veranstaltung kostet pro Person/Schüler*in 1 €.

Mo bis Do

09:00uhr bis 14:00Uhr
für Schulklassen

14:00Uhr bis 18:00Uhr
für alle

mit vorheriger Anmeldung, 0,50 € pro Schüler*in, Betreuer*innen frei

Eintritt 0,50 € pro Person

Wir würden uns freuen, wenn Sie mit Ihren Schüler*innen die Ausstellung und/oder eine der Veranstaltungen besuchen. Wir empfehlen einen Besuch ab Klassenstufe 9; z.B. in den Fächern Geschichte oder Ethik.