Flesh Dance, 2021

„kristin wenzel rückt in ihren neuen skulpturalen arbeiten, die natur in den mittelpunkt ihres künstlerischen schaffens. inspiriert durch die unzähligen spaziergänge im thüringer wald während der pandemie, entwickelt die künstlerin einen neuen werkzyklus, den sie kokett wild orchids nennt. mit ihrer lieblichen erscheinung, erfreuen sich orchideen hierzulande eher als zahme fensterbankdekoration großer beliebtheit. dass ein großteil der rund 30.000 arten in baumkronen wächst, zeugt von ihrem eigentlich wilden charakter, der auch den neuen keramiken der künstlerin anhaftet. mit menschlichen oder tierischen zügen ausgestattet und betitelt mit ambivalenten mädchennamen, spielen sie mit vielerlei symbolen der weiblichkeit. kristin wenzel verleiht ihren keramiken einen an georgia o’keeffe erinnernden, doppelsinnigen touch, der wie die orchideen als überlebenskünstler*innen auf tarnung, täuschung und verwandlung basiert. kristin wenzel (*1983) lebt und arbeitet in gotha und bukarest. von 2006 bis 2010 studierte sie an der kunstakademie münster, anschließend an der kunstakademie düsseldorf, wo sie 2013 ihr studium als meisterschülerin von katharina fritsch abschloss. sie ist mitbegründerin der künstlerinitiative template in bukarest. zu ihren jüngsten einzelausstellungen gehören: the near and the elsewhere, suprainfinit gallery, bukarest (2020), wild orchids, sox, berlin (2020) und trickster, hammerschmidt+gladigau, erfurt (2020). sie nahm an zahlreichen gruppenausstellungen teil, u.a. frenetic standstill, palazzo madama, turin (2020), remote complicities, salonul de proiecte, bukarest (2019), air, krinzinger projekte, wien (2016) und stipendium vordemberge-gildewart, kit, kunst im tunnel, düsseldorf (2014).“

linda schröer

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